Koenigsegg Jesko: Das erste Megacar

Koenigsegg hat es wieder getan: Das nächste Hypercar, der Koenigsegg Jesko ist fertig. Ein überarbeiteter 5,0-Liter-V8-Biturbomotor mit 1.280 PS auf Benzin und 1.600 PS auf E85-Biokraftstoff steht bereit, den Titel des schnellsten Serienfahrzeugs der Welt zu beanspruchen. Koenigsegg selbst nennt den Jesko das erste Megacar, da die Motorleistung bei mehr als einem Megawatt liegt.
1

Koenigsegg hat es wieder getan: Das nächste Hypercar, der Koenigsegg Jesko ist fertig. Ein überarbeiteter 5,0-Liter-V8-Biturbomotor mit 1.280 PS auf Benzin und 1.600 PS auf E85-Biokraftstoff steht bereit, den Titel des schnellsten Serienfahrzeugs der Welt zu beanspruchen. Koenigsegg selbst nennt den Jesko das erste Megacar, da die Motorleistung bei mehr als einem Megawatt liegt.

Jesko von Koenigsegg, der Gründer von Koenigsegg und Vater des aktuellen CEOs Christian von Koenigsegg, war während seiner Gründungsjahre eine Schlüsselpräsenz bei Koenigsegg Automotive. Mittlerweile ist er im Ruhestand und hatte daher genug Zeit, auf dem Genfer Autosalon 2019 der Weltpremiere des nach ihm benannten Autos beizuwohnen.

Twinturbo V8

Der Jesko wird von einem überarbeiteten Twinturbo-V8-Motor mit einer neuen flachen 180-Grad-Kurbelwelle, einem neu designten Air-Intake und natürlich größeren Turbos mit einer präziseren Druckregelung angetrieben. Das Herzstück dieses neu konstruierten Motors ist die leichteste Serien-V8-Kurbelwelle der Welt. Die neue flache 180-Grad-Kurbelwelle von Koenigsegg wiegt nur 12,5 Kilogramm und ermöglicht es dem Jesko, mehr Leistung bei größerem Wirkungsgrad zu erzeugen und gleichzeitig eine höhere Drehzahl von 8500 U/min zu erreichen.

Die Kurbelwelle wird von einem kleinen Produktionsbetrieb in Südschweden gefräst. Es wird nach Koenigseggs eigenem Entwurf aus einem einzigen massiven Billetblock hochfesten schwedischen Dievar-Stahls hergestellt. Der Tendenz flacher Triebwerke zu größerer Vibration wird durch aktive Triebwerkslager, die erstmals im Regera eingesetzt wurden, sowie durch neu konstruierte, superleichte Pleuelstangen und Kolben entgegengewirkt.

[rl_gallery id=“1500″]

Das von Koenigsegg entwickelte Luftinjektionssystem besteht aus einem kleinen Kompressor und einem Lufttank aus Kohlefaser. Das zum Patent angemeldete System liefert einen leistungsstarken Luftstoß von 20 bar, der strategisch günstig im Turboladersystem angeordnet ist, um die Turbolader vorzuspulen und eine sofortige Reaktion zu ermöglichen. Der Ladedruck wird somit künstlich erhöht, wenn das Abgasvolumen noch klein ist.

Der Motor wurde überarbeitet, um Einzeldrosselklappen und individuelle Drucksensoren für jeden Zylinder unterzubringen, um eine Echtzeit-Präzisionsüberwachung jedes Zylinders zu erreichen – eine Premiere in der Branche. Turbulente Luft sorgt für eine schnellere Verbrennungsrate, was zu einer effizienteren und effektiveren Verbrennung führt, insbesondere bei niedrigeren Drehzahlen und beim Kaltstart.

Der neue Koenigsegg V8 leistet 1.280 PS mit Normalbenzin und nicht weniger als 1.600 PS mit E85 – wenn man denn an E85 herankommt. In Deutschland zumindest führt keine normale Tankstelle den Biokraftstoff. Das maximale Drehmoment von 1.500 Nm liegt bei 5.100 U/min an. 1.000 Nm sind zwischen 2.700 und 6.170 U/min durchgehend verfügbar.

LST – Light Speed Transmission

Übertragen wird die Kraft durch das LST (Light Speed Transmission), eine von Koenigsegg selbst entwickelte 9-Gang-Multikupplungseinheit, die herkömmliche Synchronringe überflüssig macht und das Wechseln zwischen den Gang in extrem kurzer Zeit ermöglicht. Moderne Doppelkupplungsgetriebe haben normalerweise zwei Kupplungen – eine für geradzahlige und eine für ungeradzahlige Gänge. Eine Kupplung / Gang ist eingelegt und fährt, während das Steuergerät einen zweiten Gang vorwählt, je nach erwarteter Fahrsituation. Diese Lösung ermöglicht schnelle Gangwechsel, ist jedoch mit erheblichem Gewicht und der Einschränkung verbunden, dass aufgrund von Einschränkungen der Antizipationslogik nur auf benachbarte Gänge gewechselt werden kann.

Mit dem Koenigsegg LST kann der Fahrer den für die Beschleunigung optimalen Gang einlegen, unabhängig davon, in welchem ​​Verhältnis dieser Gang zum aktuellen Gang steht. Wenn man zum Beispiel im 7. Gang ist und der 4. Gang der optimale Gang für maximale Beschleunigung wäre, schaltet das LST direkt vom 7. in den 4. Gang, ohne auf die Synchronisation zu warten. In einem herkömmlichen DKG müsste ein Fahrer den 6. und 5. Gang durchschalten, bevor er in den 4. Gang wechseln kann. Koenigsegg nennt das Ultimate Power on Demand.

Zudem wiegen herkömmliche DKGs bis zu 140 kg. Das neue Koenigsegg LST bringt nur 90 kg auf die Waage, einschließlich Nasskupplungen, Schwungrad, Flüssigkeiten, Anlasser und Ölpumpen. Zudem konnte es sehr kompakt gebaut werden und konzentriert das Gewicht des Antriebsstrangs mittig und tief unter dem Auto. Die Schaltvorgänge erfolgen entweder über Schaltpaddel oder über einen klassischen Handschalthebel. Sowohl die Paddel als auch der Schalthebel verfügen über einen Schaltmechanismus mit zwei Rasten. Die erste Kerbe schaltet einen Gang nach oben oder unten. Geht man in die zweite Stufe, wird Ultimate Power on Demand aktiviert und das Auto schaltet sofort in den optimalen Gang für maximale Beschleunigung.

Handling

Das Herzstück eines jeden Koenigsegg ist das Kohlefaser-Monocoque-Chassis. Das Jesko-Monocoque ist 40 mm länger und 22 mm höher als sein Vorgänger und bietet somit etwas mehr Kopffreiheit und Beinfreiheit. Die strukturelle Steifigkeit von 65.000 Nm pro Grad konnte dabei erhalten werden. Die langgestreckten Querlenker im F1-Stil von Koenigsegg wurden beibehalten und verbessert. Dazu kommen die größten Radlagern, die aktuell in einem Straßenauto verwendet werden und ein vollständig einstellbare Dämpfer von Öhlins. Doch damit nicht genug: Hinzu kommt ein zusätzlicher aktiver Triplex-Dämpfer an der Vorderachse und eine neuen Hinterradlenkung. Das Triplex-System wurde erstmals im Koenigsegg Agera im Jahr 2010 eingeführt. Es verwendete einen dritten, in die Hinterradaufhängung eingebauten horizontalen Dämpfer, um der Tendenz des Fahrzeugs, bei starker Beschleunigung mit über 1.000 PS in die Hocke zu gehen, entgegenzuwirken.

Da der Jesko mit seinem Aerodynamikpaket mit über 1000 kg Abtrieb ausgestattet ist, wurde ein zusätzlicher Triplex-Dämpfer in die Vorderradaufhängung integriert, um bei hoher aerodynamischer Belastung eine optimale Fahrhöhe beizubehalten, ohne den Grip bei niedrigeren Geschwindigkeiten zu beeinträchtigen. Sowohl der vordere als auch der hintere Triplex-Dämpfer verfügen jetzt über eine aktive Druck- und Zugstufendämpfung.

Die adaptive, aktiven Hinterradlenkung soll das Fahrzeug sowohl bei hohen als auch bei niedrigen Geschwindigkeiten agiler machen. Verarbeitet werden Daten wie individuelles Radgeschwindigkeit, Lenkwinkel, Lenkradwinkelgeschwindigkeit, Motordrehzahl, Querbeschleunigung und Längsbeschleunigung. Das Lenksystem kann die Hinterräder in beide Richtungen um bis zu drei Grad drehen, um eine schnellere Kurvenfahrt und eine höhere Wendigkeit zu erreichen. Natürlich sind auch die Felgen absolut exklusiv: Die Karbonfelgen sind die leichtesten und stärksten Serienfelgen ihrer Größe. Die Vorderräder sind größer als die Agera RS-Räder und wiegen nur 5,9 kg (20 Zoll x 9,5 Zoll) und die hinteren 7,4 kg (21 Zoll x 12 Zoll). Serienmäßig kommen Michelin Pilot Sport Cup 2 darauf, mit denen auch der Agera RS Geschwindigkeitsweltrekorde aufgestellt hat. Der neue Pilot Sport Cup 2 R von Michelin ist ebenfalls erhältlich, aber nur bei trockenem Wetter zulässig.

Fotos: Koenigsegg

Fahrzeug:

1 Comment
  1. Zwei Wochen später und alle 125 Jeskos sind verkauft. So ein Mist, ich wollte grad den Kredit beantragen 😂

Kommentar verfassen

LADEDRUCK.NET
Registrieren
Produkte vergleichen
  • Testergebnis (0)
Vergleichen
0