Besuch bei Koenigsegg: Wie man einen über 400 km/h schnellen Regera baut

Jack Rix, Redakteur des bekannten britischen Top-Gear-Magazins, bekam die einmalige Chance, einen Blick in die Koenigsegg-Fabrik in Ängelholm, Schweden, zu werfen. Hier wird neben dem aktuell schnellsten Auto der Welt, dem Koenigsegg Jesko Absolut, auch der Koenigsegg Regera gebaut. Der Regera leistet über 1.500 PS und hält aktuell noch den Rekord für die schnellste 0-400-0-Fahrt. Der Jesko Absolut leistet bis zu 1.600 PS und wurde nur mit einem Ziel entwickelt: Die 500 km/h-Grenze zu knacken.
Die Fabrik ist in einem Hangar untergebracht, der früher das Zuhause der Ghost Squad war, einer Staffel von Kampfjets der schwedischen Luftwaffe. Daher tragen auch alle Fahrzeuge, die dort gebaut werden, das Ghost Squad-Logo auf der Motorabdeckung. Zur Führung eingeladen hat niemand geringeres als Christian von Koenigsegg selbst, der Gründer und Geschäftsführer der Marke. Zunächst ist ein Jesko zu sehen, erkennbar am enormen Heckflügel. Dieser wurde für die Rennstrecke designt und produziert bis zu 880 kg Downforce. Die Absolut-Version des Jesko Absolut trägt statt dem Flügel nur zwei kleine Finnen, um durch weniger Abtrieb noch höhere Geschwindigkeiten erreichen zu können. Im Video spricht Koenigsegg noch vom Jesko 300 aufgrund der 300 Meilen pro Stunde, die der Absolut erreichen soll. Das Setup, welches zunächst am Computer berechnet wird, geht von 310 Meilen pro Stunde aus, um einen Puffer als Reserve zu haben.
Fotos vom Koenigsegg Jesko:
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Das schnellste Auto der Welt hat natürlich einen angemessenen Preis: 2,8 Millionen US-Dollar plus Steuern sind nötig, um den Zündschlüssel in seinem eigenen Jesko umdrehen zu können. Laut Koenigsegg ist man damit nicht profitabler als jede andere normale Firma, die Produktionskosten für so ein Auto seien einfach entsprechend hoch. Nachvollziehbar wird das am Beispiel der Felgen: Diese sind optional aus Carbon und wiegen so wenig, dass der Reifen drumherum doppelt so schwer wie die Felge selbst ist. Dieses Extra kostet nicht weniger als 65.000 US-Dollar – mehr, als die meisten Menschen für ihr komplettes Auto bezahlt haben. Dann geht es weiter mit einer kurzen Testrunde in einem Koenigsegg Regera, dem aktuellen Plug-in-Hybrid Supersportler der Schweden, danach zur Produktion des Regera.
Fotos vom Koenigsegg Jesko Absolut:
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Zunächst ist die Fertigung der Felgen zu sehen. 50 Stunden Arbeit steckt in jeder einzelnen Felge. Als nächstes wird das Monocoque gezeigt, dessen Seitenwände gleichzeitig als Benzintanks fungieren. Wer sich jetzt fragt, ob es so eine gute Idee ist, mitten in einem 400 km/h schweren Benzintank zu sitzen: Das Chassis ist das stabilste weltweit und hält mehr aus als sein Gegenspieler im Bugatti Chiron. Im Anschluss werden die Carbon-Teile der Karosserie testweise zusammengesetzt, um die Spaltmaße zu überprüfen. Passt alles, bekommen die Teile bis zu drei Schichten Grundierung, drei Schichten Lack, drei Schichten Metallic und zum Schluss nochmal drei Schichten Klarlack. Da wundert man sich dann auch nicht mehr, warum es 600-800 Stunden dauert, bis ein Regera fertig lackiert ist. Und nochmal 200 Stunden, bis alles fertig poliert ist.
Fotos vom Koenigsegg Regera:
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Zum Schluss ist noch die Motorenabteilung zu sehen, wo die über 1.500 PS starken Antriebsstränge des Regera gebaut werden. Dieser ist dank der Kombination aus 5,0 Liter V8-Benziner und Elektromotoren nochmal aufwändiger in der Produktion als der Motor des Jesko.
Fotos: Koenigsegg