Ferrari SF90 Stradale: Formel 1 für die Straße

Ferrari SF90 Stradale – die Bezeichnung kennt man doch irgendwoher? Richtig, der aktuelle Formel 1-Wagen von Ferrari hört auf den Namen SF90. Stradale ist italienisch für Straße, dementsprechend darf man einiges erwarten vom neuen Ferrari SF90 Stradale, die Straßenversion eines Formel 1-Wagens, um genau zu sein. Dementsprechend ist der neue SF90 Stradale der stärkste Ferrari, den es je gab, und das schnellste Straßenauto, das jemals auf der berühmten Pista di Fiorano des Unternehmens unterwegs war.
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Ferrari SF90 Stradale – die Bezeichnung kennt man doch irgendwoher? Richtig, der aktuelle Formel 1-Wagen von Ferrari hört auf den Namen SF90. Stradale ist italienisch für Straße, dementsprechend darf man einiges erwarten vom neuen Ferrari SF90 Stradale, die Straßenversion eines Formel 1-Wagens, um genau zu sein. Dementsprechend ist der neue SF90 Stradale der stärkste Ferrari, den es je gab, und das schnellste Straßenauto, das jemals auf der berühmten Pista di Fiorano des Unternehmens unterwegs war.

Viele neue Straßenauto-Technologien wurden auf der Rennstrecke eingeführt oder entwickelt. Die Rückgewinnung von kinetischer Energie, um die Leistung zu steigern (KERS), tauchte in der Formel 1 erstmals im Jahre 2008 auf. Diese Art von Hybridantrieb wird seit 2014 bei den Grand Prix-Rennen universell eingesetzt. Einer der straßengängigen KERS-Pioniere war der legendäre LaFerrari mit 150 PS-Elektromotor, der seinem V12 mit 800 PS zusätzliche Leistung verschaffte. Der neue SF90 Stradale nutzt die Hybridtechnologie für die Steigerung von Kraft und Leistung: Mit kombinierten 1.000 PS ist er das leistungsstärkste straßenzugelassene Ferrari aller Zeiten. Bezeichnenderweise ist dies ungefähr die maximale Leistung von Ferraris aktuellem Formel-1-Wagen, dem SF90. Der SF90 Stradale ist auch Ferraris erster Plug-in-Hybrid. Dank seiner zusätzlichen Batterieleistung kann er geräusch. und emissionsfrei im Elektromodus fahren.

V8-Biturbo plus drei Elektromotoren

Turbolader steigern die Leistung enorm und wurden von Ferrari erstmals 1981 in der Formel 1 eingesetzt. Mit dem 126 F1-Wagen sollte Ferrari 1982 und 1983 die Konstrukteursweltmeisterschaft gewinnen. Auf der Straße nutzte der legendäre GTO aus dem Jahr 1984 einen V8-Biturbo. Der aufgeladene Motor, im Antriebsstrang des neuen SF90 Stradale ist der leistungsstärkste V8 in der Geschichte von Ferrari und liefert 780 PS. Die drei Elektromotoren, jeweils einer pro Vorderrad plus einem weiteren an der Hinterachse, steuern weitere 220 PS bei.

Ferrari SF90 Stradale
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Ausgiebiger Einsatz von Karbon

Karbon ist leichter, stärker und steifer als Stahl oder Aluminium. Kein Wunder, dass es in der Formel 1 populär wurde, als es in den frühen 1980ern erstmals auftauchte. Das erste Ferrari-Straßenauto mit Karbon-Karosserie und eines der allerersten Karbonautos überhaupt war der Ferrari F40 aus dem Jahr 1987. Der F50 von 1995 hatte ein Vollkarbon-Monocoque und nutzte ähnliche Konstruktionstechniken wie die F1 Ferraris mehr als zehn Jahre zuvor. Die Supersportwagen Ferrari Enzo und LaFerrari nutzten ebenfalls Karbon-Monocoques, und Karbon kommt auch beim neuen SF90 Stradale umfassend zum Einsatz, beispielweise bei der Trennwand zwischen Kabine und Motor.

8 Gang-Doppelkupplungsgetriebe mit Schaltwippen

Wippenschaltungen sind heute in Hochleistungsautos üblich und werden in der Formel 1 universell eingesetzt. Sie können schneller schalten als ein herkömmliches Handschaltgetriebe, und es gibt üblicherweise keine Pause bei der Leistungsabgabe. Ferrari hat sie in der Formel 1 mit dem 640 GP aus dem Jahr 1989 eingeführt, der sein Debütrennen mit Nigel Mansell am Steuer gewonnen hat. Innerhalb von wenigen Jahren folgten alle Teams Ferraris Beispiel. Das allererste Straßenauto mit Wippenschaltung war der Ferrari F355 aus dem Jahr 1997. Nun sind alle Ferraris damit ausgestattet. Der neue SF90 Stradale verwendet ein neues leichtes 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe mit Schaltwippen.

Aerodynamik: Geringerer Luftwiderstand, mehr Abtrieb

Die Aerodynamik spielt bei der Leistung von Autos schon immer eine wichtige Rolle, ist aber eine Kunst, die erst in den letzten Jahrzehnten so richtig verstanden wurde. Kotflügel und Spoiler tauchten in der Formel 1 im Jahre 1968 auf und wurden bald schon bei Straßenautos gesichtet. Einer der größten Meilensteine in der aerodynamischen Effizienz von Autos war der Ferrari 360 Modena aus dem Jahr 1999, der Doppelkühler aufwies, um den Luftstrom längs der Karosserie-Unterseite zu den Diffusoren am Heck zu führen. So wurde der Abtrieb erhöht und der Luftstrom optimiert. Der F430, der den 360 Modena im Jahre 2004 ablöste, hat Abtrieb und aerodynamische Effizienz stark erhöht. Er nutzte einige der Schlüsselerkenntnisse aus dem in limitierter Auflage produzierten Ferrari Enzo aus dem Jahr 2002. Er hatte sogar aktive aerodynamische Steuerungen – eine in der Formel 1 vorangetriebene, später aber verbotene Technologie. Der SF90 Stradale kann 350 kg Abtrieb bei 300 km/h erzeugen.

Fotos: Ferrari

Fahrzeug:

1 Comment
  1. Auch wenn Ferrari zum Fiat-Konzern gehört ist das hier höchste Ingenieurskunst, da gibt es keine zwei Meinungen.

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