Lexus LFA: Fast zehn Jahre seit der Premiere in Tokyo

Fast zehn Jahre ist es her nun her: Am 21.10.2009 wurde auf der Tokio Motor Show eines der bis heute am besten klingenden Fahrzeuge aller Zeiten vorgestellt: Der Lexus LFA. Mit seinem 4,8 Liter großen V10 Saugmotor, der extrem drehfreudig ausgelegt ist und bis heute mit die höchste Maximaldrehzahl aller Sportwagen hat, sorgte er genauso für staunende Gesichter wie mit seinem Preisschild.
Damals wurde der Lexus LFA vollmundig angekündigt als der „japanischen Supersportwagen des 21. Jahrhunderts“. Und die Zahlen sprachen für sich: 325 km/h Höchstgeschwindigkeit, V10-Saugmotor mit 560 PS und eine ultrasteife Karosserie aus kohlefaserverstärktem Kunststoff. So kam der LFA auf nur 1.480 kg, rund 150 kg weniger als eine vergleichbare Aluminiumkonstruktion. Der 4,8 Liter große V10-Zylinder wurde in enger Zusammenarbeit mit der Rennsportabteilung des Konzerns entwickelt und erreicht mit 9000 U/min die damals weltweit höchste Maximaldrehzahl aller Sportwagenmotoren. Verbaut wurden unter anderem eine variable Ventilsteuerung, Hochleistungs-Einspritzdüsen und je ein Fächerkrümmer pro fünf Zylinder. Dank kompromissloser Soundabstimmung erinnert der Auspuffklang des Lexus LFA dabei eher an einen Formel-1-Wagen als an einen Sportwagen mit Straßenzulassung. Nahezu alle technischen Komponenten des Fahrzeugs, vom V10-Triebwerk über das direkt an der Hinterachse platzierte, sequenzielle Sechsganggetriebe und die Bremsscheiben aus Karbon-Keramik-Verbund bis hin zum „Mark Levinson“-Soundsystem mit leistungsfähiger Endstufe und zwölf gewichtsoptimierten Lautsprechern, wurden exklusiv für den LFA entwickelt und kamen in keinem anderen Fahrzeug zum Einsatz.
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Mit der Premiere auf der Tokio Motor Show begann auch der weltweite Verkauf des Lexus LFA. Die Gesamtproduktion blieb auf 500 Exemplare begrenzt. Ab Herbst 2010 wurden im Werk Motomachi in Japan pro Monat 20 individuell konfigurierte Fahrzeuge weitgehend in Handarbeit gefertigt. Der Kunde hatte damals die Wahl zwischen insgesamt 30 Außenlackierungen und zwölf verschiedenen Farb- und Materialkombinationen für die Gestaltung von Ledersitzen und Cockpitverkleidungen. Selbst die Farbe der Bremssättel und das Finish der geschmiedeten 20-Zoll Felgen konnte individuell bestimmt werden. Vom Feinsten war auch der damalige Preis: 375.000 Euro musste der interessierte Kunde auf den Tisch legen. Bei nur 500 produzierten Fahrzeugen durfte der heutige Wert deutlich darüber liegen.
Fotos: Lexus