Mercedes-AMG GLE 63 S 4MATIC und Mercedes-AMG GLE 63 S 4MATIC+: Dampf im Kessel

Wer kennt es nicht: Neuen GLE gekauft, stolz der Nachbarschaft präsentiert und selbst der Einkaufswagen von Oma hat mehr Leistung. Wenn Downsizing schon beim Platzangebot kein Thema ist, sollte es bei der Motorleistung auch keine Rolle spielen. Ein Glück gibt es Haustuner AMG.
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Wer kennt es nicht: Neuen GLE gekauft, stolz der Nachbarschaft präsentiert und selbst der Einkaufswagen von Oma hat mehr Leistung. Wenn Downsizing schon beim Platzangebot kein Thema ist, sollte es bei der Motorleistung auch keine Rolle spielen. Ein Glück gibt es Haustuner AMG: Der hat sich den GLE 63 S 4MATIC und den GLE 63 S 4MATIC+ vorgenommen. Genau 20 Jahre nach Erscheinen des Urahn ML 55 auf Basis der damaligen M-Klasse, angebtrieben von einem 255 kW / 347 PS starken V8-Motor, der Spitze des Baureihen-Portfolios. Das gilt nun auch für den aktuellen Nachfolger, den Mercedes-AMG GLE 63 4MATIC+. Der Platzhirsch unter den GLEs geht natürlich mit modernster Motorentechnologie an den Start: Zum einen der 420 kW / 571 PS starke sowie in der S-Version der 450 kW / 612 PS starke 4,0-Liter-V8-Biturbo frisch aus dem AMG-Regal. Und erstmals in Kombination mit einem Startergenerator.

Der bringt nochmal 16 kW / 22 PS aus dem 48-Volt-Bordnetz an den Start und soll in erster Linie den Verbrauch senken. Man gebe Zylinderabschaltung und Ottopartikelfilter hinzu, fertig ist die Rettung des Flottenverbrauchs. An Luxus darf es natürlich auch nicht fehlen, also noch die Luftfederung mit adaptiver Verstelldämpfung und aktiver Wankstabilisierung und ein TCT 9G Getriebe eingebaut. „Mit unseren neuen GLE-Performance-Modellen transformieren wir eine 20-jährige Tradition in die Zukunft. Zum ersten Mal elektrifizieren wir mit EQ Boost Startergenator und 48-Volt-Bordnetz unseren bewährten 4,0-Liter-V8-Biturbomotor. Damit beginnen wir ein weiteres neues Kapitel unserer Antriebstechnologie, das wir auch in anderen Baureihen sukzessive weiter in Richtung Elektrifizierung und Hybridisierung ausbauen. Mit unserem neuen Premium-SUV können sich unsere Kunden auf ein einzigartiges Paket aus Driving Performance, hoher Alltagstauglichkeit, bestmöglicher Traktion auf nahezu allen Untergründen sowie Langstreckenkomfort mit hoher Effizienz freuen“, so Tobias Moers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH.

Typisch AMG: Der V8-Biturbomotor, erstmals kombiniert mit dem EQ Boost Startergenerator

Der 4,0-Liter-V8-Biturbomotor ist im neuen GLE 63 in beiden Leistungsstufen (420 kW/571 PS und 450 kW/612 PS) erstmals mit einem integrierten EQ Boost Startergenerator vereint. Der kleine Elektromotor übernimmt zusätzlich noch die Funktion des Anlassers und der Lichtmaschine und sitzt direkt zwischen Motor und Getriebe. Wieviel man von den kurz zusätzlich abrufbaren 16 kW / 22 PS Leistung merkt, darf in Frage gestellt werden. Die zusätzlichen 250 Nm Drehmoment sollten sich aber bemerkbar machen. Davon abgesehen geht es in erster Linie um Sprit sparen: Als elektrischer Generator speist der Startergenerator das 48V-Bordnetz und übernimmt auch Hybridfunktionen. Hierzu zählen Boosten, Rekuperieren, Lastpunktverschiebung, Segeln und das Wiederanlaufen des Motors bei der Start-Stopp-Funktion. Auch die Leerlaufregelung erfolgt erstmals über den EQ Boost Startergenerator. Dadurch sind laut Mercedes Verbrauchseinsparungen möglich, die bisher nur durch Hochvolt-Hybridtechnologie realisierbar waren.

Fotos vom Mercedes-AMG GLE 63 S 4Matic+ V 167:
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Der wahre Bumms kommt aber selbstverständlich aus dem zweifach aufgeladenen 4,0-Liter-V8, bei dem die beiden Lader nicht außen, sondern zwischen den Zylinderbänken sitzen – macht die Konkurrenz beispielsweise von Audi schon seit Jahren. Die Vorteile des „heißen V“ liegen in der kompakten Motorbauweise und der Konzentration der Hitze weit entfernt von Ansaugwegen und Ladeluftkühlern. Verbaut sind Twin-Scroll-Turbos, um den Abgasstrom optimal zu nutzen und das Ansprechverhalten zu verbessern. Beibehalten wurden die strahlgeführte Benzin-Direkteinspritzung mit Piezo-Injektoren, das Vollaluminium-Kurbelgehäuse, die Vierventiltechnik mit Nockenwellenverstellung, die Luft-Wasser-Ladeluftkühlung, das Generatormanagement, die ECO Start-Stopp-Funktion und die Segelfunktion. Neu hingegen ist Zylinderabschaltung. Im Teillastbereich zwischen 1.000 bis 3.250 U/min werden die Zylinder zwei, drei, fünf und acht deaktiviert. In der stärkeren S-Variante gibt es für den Achtzylinder noch ein besonderes Schmankerl: Aktive Motorlager. Diese lösen den Zielkonflikt zwischen einer möglichst weichen Anbindung des Triebstrangs für hohen Komfort und einer möglichst starren Anbindung für optimale Fahrdynamik, indem sie ihre Steifigkeit in zwei Stufen an die jeweiligen Fahrbedingungen anpassen.

Luftfederung mit kontinuierlicher Verstelldämpfung und Wankstabilisierung

Das serienmäßige Luftfederungsfahrwerk AMG RIDE CONTROL+ hat AMG speziell auf SUVs abgestimmt. Dazu kommt die adaptive Verstelldämpfung ADS+ (Adaptive Damping System), die sich in den drei Stufen „Comfort“, „Sport“ und „Sport+“ einstellen lässt und den Spagat zwischen Langstreckenkomfort und sportlicher Fahrdynamik schaffen soll. Pneumatische Niveauregulierung ist ebenfalls an Bord und gleicht die Zuladung aus. In „Sport“, „Sport+“ und „RACE“ (nur S-Variante) wird das Fahrzeugniveau generell um 10 mm abgesenkt. In „Comfort“ senkt sich das Niveau ab 120 km/h um 10 mm ab und wird bei unter 70 km/h wieder auf Normalniveau angehoben. Die Absenkung reduziert den Luftwiderstand bei höheren Geschwindigkeiten und soll den Spritverbrauch senken. Darüber hinaus verbessert sich die Fahrstabilität aufgrund des niedrigeren Schwerpunkts. In den Fahrprogrammen „Trail“ und „Sand“ wird das Fahrzeugniveau zur Vergrößerung der Bodenfreiheit auf schlechten Wegen um 55 mm angehoben und ab 70 km/h wieder automatisch auf das Normalniveau abgesenkt. Wer lieber aufgebockt fährt, kann natürlich auch manuell eingreifen.

AMG Hochleistungs-Bremsanlage

Soviel Gewicht und Leistung will natürlich auch eingebremst werden, daher hat man bei der Bremse mit 6-Kolben-Festsätteln und 400 x 38-mm-Bremsscheiben vorne sowie 1-Kolben-Faustsätteln und 370 x 32-mm-Bremsscheiben hinten überhaupt keine Kompromissse gemacht. Beim + rote Bremssättel, ohne + in schnödem grau. Da greift man am besten gleich zur Keramik-Bremse mit bronzefarbenen 6-Kolben-Festsätteln vorne und 1-Kolben-Faustsätteln hinten, das macht den Kohl auch nicht mehr fett. Im Innenraum gibt’s serienmäßige Nappaleder-AMG-Stühle. Überhaupt schwebt man in diversen AMG-Logos dahin, wie am AMG Performance Lenkrad oder dem AMG Control Center auf der Mittelkonsole, wo sich das 3-stufige ESP, der manuelle Getriebemodus, die adaptive Dämpferverstellung, die optionale AMG Performance Abgasanlage und das Fahrzeugniveau regulieren lassen. AMG Pedale aus gebürstetem Edelstahl mit Gumminoppen dürfen natürlich auch nicht fehlen, genauso wenig wie Einstiegleisten und schwarze Fußmatten mit „AMG“ Schriftzug.

Fotos: Mercedes-AMG

Fahrzeug:

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