Mercedes‑AMG GT Black Series: Stärkster GT in den Startlöchern

Der stärkste AMG V8-Serienmotor aller Zeiten, das expressivste Design, die aufwendigste Aerodynamik, der intelligenteste Materialmix, die ausgeprägteste Fahrdynamik: Für den neuen Mercedes‑AMG GT Black Series ist man sich in Affalterbach für keinen Superlativ zu schade. Der neue Supersportwagen trägt einmal mehr den typischen V8 unter der Haube. Die Leistung ist auf 537 kW / 730 PS gestiegen, das Gewicht weiter gefallen. Dazu gibt es eine flache Kurbelwelle und aktive Aerodynamik direkt aus dem GT3-Rennwagen.
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Der stärkste AMG V8-Serienmotor aller Zeiten, das expressivste Design, die aufwendigste Aerodynamik, der intelligenteste Materialmix, die ausgeprägteste Fahrdynamik: Für den neuen Mercedes‑AMG GT Black Series ist man sich in Affalterbach für keinen Superlativ zu schade. Der neue Supersportwagen trägt einmal mehr den typischen V8 unter der Haube. Die Leistung ist auf 537 kW / 730 PS gestiegen, das Gewicht weiter gefallen. Dazu gibt es eine flache Kurbelwelle und aktive Aerodynamik direkt aus dem GT3-Rennwagen.

Das Black Series-Label bekommen bei Mercedes-AMG seit 2006 nur die ganz scharfen Böcke. Motorsport-Technik erhöht die Chancen auf den schwarzen Stempel deutlich, wobei immer eine Straßenzulassung an Bord ist. Der neue in der Familie hatte allein schon wegen des stärksten Mercedes-AMG V8-Serienmotors gute Chancen. Der bei AMG über die Maßen beliebte 4,0-Liter Biturbo sollte zudem eine flache Kurbelwelle bekommen, um noch mehr Leistung zu ermöglichen: „Mit dem neuen GT Black Series haben wir unsere seit 2006 geltenden Tradition dieser exklusiven Modelle um ein einzigartiges automobiles Highlight erweitert. Nach der exzellenten Performance, die bereits der GT R bietet, war uns klar, dass eine Black Series-Varianten unserer Sportwagen-Baureihe etwas absolut Besonderes werden muss. Die sechste Variante ihrer Art ist ein weiterer AMG-Meilenstein und ein beeindruckender Beweis der außergewöhnlichen Entwicklungskompetenz in Affalterbach. Ich bin stolz auf die Mannschaft, die einen in vielerlei Hinsicht faszinierenden Supersportwagen auf die Räder gestellt hat, der nun die absolute Spitze unserer erfolgreichen GT-Familie darstellt. Leistung, Optik und Fahrdynamik des GT Black Series sind auf einem extrem hohen Niveau. Dieses Projekt war ein toller Abschluss meiner Tätigkeit bei AMG, um das ich sehr dankbar bin“, sagt denn auch Tobias Moers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH.

Flat Plane Crank: Eine flache Kurbelwelle für noch mehr Leistung

In V8‑Motoren gibt es üblicherweise zwei Varianten von Kurbelwellen: Bei einer Kreuzwelle / Cross Plane Crank stehen die Hubzapfen der vier Zylinderpaare jeweils in einem Winkel von 90 Grad zueinander. Auch bei AMG kam bisher in allen V8-Motoren eine Kreuzwelle zum Einsatz. Schaut man von vorn auf eine Cross-Plane-Kurbelwelle, erkennt man das namensgebende Kreuz. Vorteile dieser Kurbelwellen sind die große Laufruhe und das hohe Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen. Typisch für den Cross‑Plane-V8-Motor ist auch der charakteristische Sound. Die Auslassseite ist dabei bei AMG in das heiße Innen-V der beiden Zylinderbänke des V8-Motors verlegt.

Fotos vom Mercedes-AMG Black Series:
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Die Alternative ist die flache Kurbelwelle. Sie sieht beim Flat‑Plane-V8-Motor aus wie die eines Reihenvierzylinders ‑ bis auf den Unterschied, dass die breiteren Hubzapfen beim V8 jeweils zwei Pleuel tragen. Die Zündung beim Flat-Plane-V8 springt von einer Zylinderbank zur nächsten, die Zündfolge lautet 1-8-2-7 4-5-3-6. Im Abgastrakt und auf der Einlassseite entstehen dadurch gleichmäßig schwingende Gassäulen, deren Resonanzen sich zur Leistungssteigerung nutzen lassen. Zudem wird das Ansprechverhalten verbessert.

Stärkster V8-Serienmotor von Mercedes-AMG

Herausgekommen ist der stärkste Serien-V8 aller Zeiten aus Affalterbach. Der neue Motor basiert auf dem AMG 4,0-Liter-V8-Biturbomotor mit Trockensumpfschmierung, bekam aber aufgrund der Menge an Modifikationen den neuen internen Code M178 LS2. Mit der Leistung ist man mehr als zufrieden: 537 kW / 730 PS bei 6.700-6.900/min und 800 Nm Drehmoment zwischen 2.000 und 6.000 U/min – der neue GT Black Series schiebt mächtig an. Neue Nockenwellen und neue Abgaskrümmer für die geänderte Zündfolge sollen ebenfalls das Ansprechverhalten verbessern. Die beiden Twin-Scroll-Turbolader sind wie im Topmodell des viertürigen AMG GT Coupés wälzgelagert. Im Black Series erhalten die Lader jedoch ein größeres Verdichterrad, sodass insgesamt 1.100 kg Luft pro Stunde verdichtet werden können. Zum Vergleich: Im AMG GT R sind es 900 kg/h. 7.000 U/min macht der Black Series als Dauerdrehzahl, bei 7.200 U/min greift der Begrenzer ein. Größere Ladeluftkühler, man hatte es schon vermutet, waren ebenfalls notwendig.

0-200 km/h in unter neun Sekunden

Der Aufwand hat sich gelohnt: In 3,2 Sekunden geht es auf Tempo 100 km/h, in 8,9 Sekunden auf 200 km/h. Schluss ist bei 325 km/h, für mehr Topspeed hätte man den AMG GT auf weniger Abtrieb auslegen müssen. Solche Beschleunigungswerte sind natürlich nur mit einem Doppelkupplungsgetriebe möglich, in diesem Fall das AMG SPEEDSHIFT DCT 7G mit sieben Gängen. Wie bei allen AMG GT Modellen hängt es in Transaxle-Bauweise an der Hinterachse und trägt zu einer ausgewogenen Gewichtsverteilung bei. Für den AMG GT Black Series wurde es leicht modifiziert, um das höhere Drehmoment zu stemmen. Die Verbindung zwischen Motor und Getriebe stellt die so genannte Torque Tube her. Sie besteht aus Carbon und ist mit nur 13,9 Kilogramm rund 40 Prozent leichter als das Gegenstück im normalen GT aus Aluminium.

Displays mit AMG spezifischen Anzeigen

Im Innenraum ist man bei Mercedes mittlerweile die volle digitale Breitseite gewohnt, und der AMG GT Black Series macht da keine Ausnahme. 12,3 Zoll misst das Hauptdisplay, 10,25 Zoll das Infotainment auf der Mittelkonsole. Das Kombiinstrument bietet unterschiedliche Designs mit den drei AMG spezifischen Anzeigestilen „Klassisch“, „Sportlich“ oder „Supersport“. In der „Supersport“ Ansicht mit zentralem Drehzahlmesser gibt es diverse Zusatzinformationen, wie beispielsweise eine Aufforderung zum Hochschalten im manuellen Getriebemodus, das so genannte „Shiftlight“ – man könnte auch einfach Schaltblitz sagen. In der Mitte werden Getriebelogik, Fahrwerk, ESP, Abgasanlage, Heckflügel-Flap und Start-Stopp-Funktion gesteuert.

AMG Track Package

Wer mit dem schnellsten AMG GT tatsächlich auf die Rennstrecke möchte, sollte zusätzlich einen Blick auf das AMG Track Package werfen, welches es nur in Verbindung mit den AMG Schalensitzen in Carbon gibt. Es umfasst ein Überrollschutzsystem, beigelegte 4-Punkt-Sicherheitsgurte für Fahrer und Beifahrer und einen 2-kg-Feuerlöscher. Der geschraubte Käfig aus Titan besteht aus einem Hauptbügel, einer Gurtbefestigungsstrebe, zwei Heckstreben sowie einem diagonalen Heckkreuz.

Fotos: Mercedes-AMG

Fahrzeug:

2 Comments
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  1. Was eine geile Karre

  2. 730 PS und dann nur 325 kmh? Wenn der dann nicht zumindest auf der Rennstrecke abliefert, wär das ne echte Enttäuschung!

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