Elektrischer Nissan GT-R mit Solid-State-Akku kommt 2030

Während der Japan Mobility Show im Oktober 2023 stellte Nissan sein Hyper Force EV-Konzept vor – einen 1.341 PS starken Supersportwagen, welchen viele Zuschauer für den kommenden, elektrischen Nissan GT-R hielten. Der Designdirektor des Hyper Force EV, Giovanny Arroba, bestätigte diese Theorie kürzlich in einer Erklärung. Er sagte, dass bis 2030 ein vollelektrischer GT-R kommen werde und der Hyper Force EV ein Vorgeschmack darauf sei.


Möglicherweise werden nicht alle Designmerkmale in den endgültigen elektrischen Nissan GT-R gelangen, wie es bei Konzeptfahrzeugen üblich ist. Das Herzstück des Projekts ist erstmals bei einem Nissan-Elektroauto ein Solid-State-Akku. Bis 2028 soll das Projekt auf die Straße kommen, was darauf hindeutet, dass die Technologie noch vor Ende des Jahrzehnts in den Massenmarkt eingeführt wird.
„Formen, Proportionen und Haltung basieren nicht auf reiner Fantasie […] Es ist ziemlich gewagt, aber ein greifbarer Traum, den man bis zum Ende des Jahrzehnts verwirklichen kann.“
Giovanny Arroba, Designdirektor Nissan EVs
Wie üblich beim Nissan GT-R verfügt auch der Hyper Force über Allradantrieb, um die enorme Leistung von 1.341 PS auf die Straße zu bringen. Arroba erwähnte den GT-R nicht namentlich und betonte, dass das Logo auf dem Konzeptauto absichtlich unkenntlich gemacht wurde. Das Konzept gebe lediglich einen Vorgeschmack darauf, wie ein elektrischer GT-R aussehen könnte.
Das Feedback zum Konzept sei im Allgemeinen positiv gewesen, aber es habe „eine gewisse Polarisierung gegeben“. Einige Stimmen im Nissan-Konzern sagten nein zu einem EV-Supersportwagen und wollten stattdessen beim klassischen Verbrenner bleiben. Die nächste Generation von Autokäufern habe aber „ziemlich positiv“ auf den Elektro-GT-R reagiert.
Nissan GT-R
Die Überarbeitung zielt auch darauf ab, das in die Jahre gekommene japanische Super-Coupé benutzerfreundlicher zu machen. Seit 2007 wird der Nissan GT-R R35 bereits in unterschiedlichen Versionen gebaut, die alle mindestens 1.800 kg wogen. Das Hyper Force-Konzept zeichnet sich stattdessen durch eine leichte Karosserie aus, bei deren Konstruktion Kohlefaser zum Einsatz kommt. Laut Nissan wird diese Karosserie in Kombination mit „starkem Abtrieb“ und der fortschrittlichen Steuerung des E-Force-Allradantriebssystems „verbessertes Kurvenverhalten und außergewöhnliches Handling auf Rennstrecken und kurvenreichen Straßen“ ermöglichen.


Nissan hat keine Abmessungen bekannt gegeben: Das Konzeptauto war aber ziemlich groß, höchstwahrscheinlich mehr als fünf Meter lang und zwei Meter breit. Die Aerodynamik des Autos wurde in Zusammenarbeit mit Nissans Performance-Arm Nismo entwickelt und gestaltet. Das Karosseriedesign sorgt dabei nicht nur für viel Abtrieb, sondern trägt auch wesentlich zur Kühlleistung bei.


Zu den Merkmalen der Karosserie gehören ein Dual-Level-Diffusor am Heck, aktive Front-Winglets, Kotflügelstreifen und Heckflügelenden. Außerdem ist ein Plasma-Aktuator verbaut, der den Luftstrom für maximalen Grip beruhigen soll. Das Design hat nur noch wenig mit dem aktuellen GT-R zu tun. Allerdings gibt es beim Design der Front- und Heckscheinwerfer Anspielungen auf die legendären Skylines. Die Räder sind ebenfalls aus leichter Kohlefaser gefertigt und haben ein Design, das die aerodynamische Effizienz verbessert und gleichzeitig für eine bessere Kühlung der Bremsen sorgt.
Für das Konzeptfahrzeug stehen zwei Fahrmodi zur Verfügung: R und GT, Racing und Grand Touring. Die Innenbeleuchtung und die Anzeigen ändern je nach gewähltem Modus ihre Farbe – rot für R und blau für GT. Auch die Innenaufteilung mit Sitzen aus Carbonfaser verändert sich in den verschiedenen Fahrmodi. Im R-Modus rücken die Innenverkleidungen näher an den Fahrer heran, um das Gefühl eines Renncockpits zu vermitteln. Vier Displays zeigen unterschiedliche Fahrinformationen wie Drücke und Temperaturen an. Der GT-Modus bietet traditionellere Infotainment-Anzeigen.
Das Konzeptauto bietet auch ein komplettes Paket an automatisierten Fahrfunktionen. Laut Nissan sind sie „auf sportliches Fahren abgestimmt“ und bieten auf der Rennstrecke sogar zusätzliche Sicherheitsfunktionen.