VW spricht mit Blue Solutions über Solid-State-Akku-Deal

Solid-State-Autobatterien sind wie das Apple Car – man hört ständig davon, aber ein fertiges Produkt gibt es bis heute nicht. Die Aussicht auf größere Reichweiten und kürzere Ladezeiten lässt die Autohersteller lässt die Autohersteller aber weiter kräftig in die zukunftsweisende Technologie investieren. Laut einem neuen Bericht gehört auch VW zu diesem Kreis und soll sich aktuell in Gesprächen mit Blue Solutions befinden.


Blue Solutions produziert offenbar bereits Solid-State-Akkus für Elektrobusse von Mercedes-Benz. VW und Blue Solutions sollen sich dagegen noch in einem frühen Stadium der Gespräche befinden. Ziel ist es, in den kommenden Monaten eine gemeinsame Entwicklungsvereinbarung zu unterzeichnen und Solid-State-Technologie von Bussen auf Autos zu übertragen. VW hat bereits 300 Millionen US-Dollar in QuantumScape investiert, ein amerikanisches Unternehmen, das ebenfalls Solid-State-Akkus für Autos entwickelt. Bei den Gesprächen mit Blue Solutions scheint es nun vor allem darum zu gehen, dass VW seine Optionen auf diesem Gebiet erweitert.
Blue Solutions arbeitete bereits an einer Solid-State-Batterie für Autos, bevor VW an das Unternehmen herantrat. Außerdem bestehen bereits Entwicklungsverträge mit BMW und einem anderen, ungenannten Unternehmen. Nach Angaben eines Blue Solutions-Sprechers lädt diese Autobatterie in 20 Minuten auf. Dabei ging er aber weder auf die Kapazität noch auf die möglichen Ladezustände ein. Davon abgesehen handelt es sich um die doppelte Ladezeit im Vergleich zu Toyotas vielgepriesenem Solid-State-Akku, obwohl beide Zahlen derzeit nur für Marketingzwecke verwendet werden, da es noch keine realen Tests gibt.
Natürlich haben alle großen Hersteller von Elektrofahrzeugbatterien eigene Pläne zur Entwicklung von Festkörpertechnologien. Nio verfügt sogar bereits über die weltweit erste „Halbfestkörper“-Batterie.