Porsche Macan Electric 2024 mit bis zu 639 PS enthüllt

Das Warten hat endlich ein Ende und der Porsche Macan Electric ist da. Nach zahlreichen Verzögerungen aufgrund von Software-Problemen bei Volkswagen bringt Porsche jetzt die zweite Generation des Macan auf den Markt. Es gibt zwei Modelle – den 84.100 Euro teuren Macan 4 Electric mit einem 408 PS starken Zweimotorantrieb und den 114.600 teuren Macan Turbo Electric mit 639 PS. Der Macan 4 hat ein Drehmoment von 650 Nm und schafft den Sprint von 0 auf 100 km/h in 5,2 Sekunden. Der Macan Turbo verfügt über 1.130 Nm Drehmoment und verkürzt die Sprintzeit auf 3,3 Sekunden.


Beide Modelle teilen sich das gleiche 100 kWh-Akkupaket, wobei 95 kWh Kapazität zur Verfügung stehen. Es gibt zwei Motoren, einen geringen cw-Wert von nur 0,25 und Bremsenergierückgewinnung, die bis zu 240 kW Strom in die Batterie zurückspeisen kann. Damit will Porsche bis auf eine Reichweite von 613 km beim Macan 4 und 591 km beim Macan Turbo im gemischten WLTP-Zyklus kommen.


Die ersten Porsche Macan EVs basieren auf der neuen 800V PPE-Plattform. Ein 800V-fähiges Ladegerät zu finden, könnte im Moment noch ein Problem sein. Sollte man soviel Glück haben, lädt der Macan mit bis zu 270 kW und füllt den Akku von 10 auf 80% in 21 Minuten. Aber der Porsche Macan Electric hat noch einen Trick in petto. An einem 400-Volt-Gleichstromladegerät teilt er sein Akkupaket einfach in zwei 400-Volt-Teile auf, die jeweils mit bis zu 135 kW laden. Das Aufladen zu Hause wird mit bis zu 11 kW unterstützt.
Die tief heruntergezogene Motorhaube mit den ausgeprägten Kotflügeln, die von den charakteristischen Rückfahrscheinwerfern flankiert werden, sind unverkennbar Porsche. Die Scheinwerfer wurden nach unten in den Stoßfänger verlagert, und wenn sie nicht leuchten, verschwinden sie gut in den Lüftungsschlitzen. Das gesamte Fahrzeug ist etwas länger und sitzt tiefer als das Vorgängermodell (188,3 cm lang, 76,3 cm breit und 63,9 cm hoch). Die Fahrposition ist niedrig und das Armaturenbrett erinnert an das des Taycan. Es ist breit, aber niedrig gehalten, damit die Sicht nach vorne nicht behindert wird.
Porsche Macan Electric mit drei Displays
Insgesamt gibt es drei Displays: Ein spezielles 12,9 Zoll-Display und zwei 10,9 Zoll-Infotainment-Bildschirme, einer in der Mitte und einer für den Beifahrer. Hinzu kommen ein 87 Zoll-HUD und eine LED-Beleuchtung, die sich über das Armaturenbrett und die Türen erstreckt. Das Infotainment-System selbst läuft auf der Android Automotive-Plattform von Google. Es ist sprachgesteuert, bietet eine Vielzahl von Funktionen wie Navigation einschließlich Ladestopps und die direkte Installation von Apps von Drittanbietern.
Die Vollluftfederung (optional für den Macan 4) mit der elektronischen Dämpfung PASM von Porsche verfügt jetzt über eine Zweiventiltechnik. Diese sorgt sowohl für ein schnelleres Ansprechen als auch für eine präzisere Kontrolle. Es gibt eine optionale Hinterachslenkung, die den Wendekreis dank ihrer 5-Grad-Bewegung auf 12,1 Meter verkleinert. Der Laderaum von 540 l hinter den Rücksitzen lässt sich bei umgeklappten Sitzen bis auf 1348 l erweitern. Dazu kommen weitere 84 l im Frunk.