Opel Frontera Gravel EV vor dem Start

Opel hat ein Konzeptfahrzeug für den Offroad-Bereich vorgestellt. Der Opel Frontera Gravel ist die aufgemotzte Version des neuen Elektro-SUV Frontera Electric. Die Frage ist nun natürlich, ob das auf den ersten Blick robuste Elektroauto ein echter Offroader werden kann. Das Opel-Designteam in Rüsselsheim arbeitete mit den Motorsport-Tunern BlackFish und XS zusammen und ließ sich von der sogenannten „Enthusiasten-Community“ inspirieren. Das Ergebnis ist ein Frontera mit einer Ausstattung, die geradezu nach Wildnis schreit.

Oben auf dem Dach des Opel Frontera Gravel wartet ein Thule Canyon XT Dachträger für zusätzliche Ladung, flankiert von zusätzlichen LED-Scheinwerfern für die dunkelsten Wege – oder schlecht beleuchtete Supermarktparkplätze. Eine frontmontierte Seilwinde sorgt für zuverlässige Bergungsmöglichkeiten, während eine seitliche Ablagebox und dekorative Schneeketten an den Hecksäulen die abenteuerliche Ästhetik abrunden. Das gesamte Fahrzeug ist in einem matten Desert Stone-Finish gehalten, das durch die schwarze Motorhaube und das schwarze Dach kontrastiert. Leuchtend orangefarbene Akzente setzen sich an Unterfahrschutz, Spiegelkappen und Emblemen ab.

Der robuste Opel Frontera Gravel rollt auf 16-Zoll-Borbet-CWE-Felgen mit robusten BFGoodrich-All-Terrain-Reifen. Diese unterstreichen die Robustheit des Fahrzeugs und bieten zudem mehr Grip auf unbefestigten Wegen.

Im Innenraum setzt sich das Design mit Mikrofasersitzen mit passenden orangefarbenen Details und einem schwarzen Dachhimmel fort, die für eine robustere und zielstrebigere Atmosphäre im Innenraum sorgen. Opel möchte potenziellen Kunden eine mutigere Seite des Frontera vermitteln: ein Elektroauto, das für den Alltag konzipiert ist, aber auch für Wochenendausflüge geeignet ist.

Unter all den Offroad-Features teilt der Opel Frontera Gravel jedoch die Basis mit dem serienmäßigen Frontera Electric. Das bedeutet: Frontantrieb. Opel deutet zwar an, dass das Konzeptfahrzeug aufgrund seines niedrigen Schwerpunkts und der für Elektroautos typischen spontanen Drehmomentabgabe auch für entspannte Fahrten auf sanften Straßen geeignet ist, doch das Fehlen eines Allradantriebs dürfte bei ernsthaften Offroad-Enthusiasten für Stirnrunzeln sorgen.

Die leistungsstärkste Version des Serien-Frontera Electric, auf dem dieses Konzeptfahrzeug basiert, verfügt über einen einzelnen Elektromotor mit 115 Kilowatt (entspricht 154 PS) und wird von einer 54-kWh-Batterie angetrieben. Diese Ausstattung ist für eine Reichweite von bis zu 249 Meilen mit einer einzigen Ladung ausgelegt, was für ein Elektrofahrzeug seiner Klasse respektabel ist, aber anspruchsvollere Überlandfahrten einschränken könnte.
Opel hat keine unmittelbaren Pläne angekündigt, den Frontera mit Allradantrieb auszustatten. Dies ließe sich leicht durch einen zusätzlichen Elektromotor an der Hinterachse erreichen, wie er bereits in anderen Stellantis-Fahrzeugen wie dem Jeep Avenger 4Xe und dem Alfa Romeo Junior Ibrida Q4 zum Einsatz kommt.
Opel Frontera Gravel: Premiere am Wörthersee
Das Opel Frontera Gravel Concept feiert am 30. Mai seine öffentliche Premiere auf der XS Carnight am Wörthersee, Österreich. Obwohl es sich offiziell um ein Showcar handelt, scheint Opel ernsthaft an der Publikumsreaktion interessiert zu sein. Rebecca Reinermann, Marketing-Vizepräsidentin von Opel und Vauxhall, erklärte, das Konzept sei „dazu gedacht, unsere Fangemeinde zu begeistern und die Nachfrage nach einem mutigeren, robusteren Frontera zu testen“.
Wenn die Begeisterung groß genug ist, könnte eine Serienversion entstehen. Das könnte ein stylisches, abenteuerliches Elektroauto sein, das mit anderen robusten kleinen SUVs, wie den kommenden robusteren Varianten des Dacia Duster, konkurrieren könnte.