Tesla Model X und Model S: Nach Update teurer und schwerer

Das neueste Update für das Tesla Model X und das Model S bringt höhere Preise, mehr Gewicht und eine geringere Höchstgeschwindigkeit.
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Tesla hat ein weiteres Update für seine in die Jahre gekommenen Premium-Elektroautos herausgebracht. Das neue Tesla Model X und Model S scheinen aber eher auf Kritik als auf Beifall zu stoßen. Die überarbeiteten Modelle sind nun teurer, schwerer und – im Fall des Hochleistungsmodells Tesla Model S Plaid – langsamer. Diese jüngste Überarbeitung scheint außerdem die Preislücke zwischen Teslas Topmodellen und den deutlich beliebteren und günstigeren Geschwistern Model 3 und Model Y zu vergrößern.

Denn es gibt eine schlechte Nachricht. Sowohl beim Tesla Model X als auch beim Model S steigen die Preise in allen Ausstattungsvarianten um pauschal 5.000 US-Dollar. Der Einstiegspreis des Model S Allradantrieb liegt damit bei 86.630 US-Dollar, während der des Model S Plaid nun bei 101.630 US-Dollar beginnt. Ähnlich verhält es sich mit dem Model X Allradantrieb, dessen Einstiegspreis 91.630 US-Dollar beträgt, während die Plaid-Version 106.630 US-Dollar kostet.

Die meistdiskutierte Änderung ist dagegen die stillschweigende Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit des Model S Plaid. Die neuen Modelle wurden zuvor mit einer schlagzeilenträchtigen Höchstgeschwindigkeit von 322 km/h angepriesen, sind nun aber mit einer deutlich niedrigeren Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h gelistet.

Die 322 km/h waren immer an ein teures optionales Rennstreckenpaket mit Spezialbremsen gebunden, doch die neue, niedrigere Zahl auf dem Datenblatt wirkt wie ein Rückschritt für ein Fahrzeug, das sich durch seine extreme Leistung auszeichnet. Im Gegenzug für die reduzierte Höchstgeschwindigkeit erhöhte Tesla die geschätzte Reichweite des Plaid leicht von 560 km auf 592 km.

Die Updates erhöhen auch das Gewicht dieser ohnehin schon schweren Elektroautos: Das Model S Plaid wiegt weitere 11,7 kg. Das Tesla Model X Plaid hat um 83 Kilogramm zugelegt, wodurch sich sein Leergewicht auf stolze 2.465 kg erhöht. Diese zusätzliche Masse ist auf einige neue Funktionen zurückzuführen, steht aber dem Leistungsanspruch der Plaid-Modelle entgegen. Während das Basismodell X eine deutlich höhere Reichweite von 565 Kilometern verzeichnete, bezweifeln Kritiker, ob die Kompromisse bei Gewicht und Kosten durch die schrittweisen Verbesserungen gerechtfertigt sind.

Was bekommen Käufer sonst noch für ihr Geld? Tesla gibt an, den Fahrkomfort durch optimierte Fahrwerkskomponenten und neue Buchsen verbessert zu haben. Das Unternehmen behauptet außerdem, dass die Kabinen dank besserer Schalldämmung und eines effektiveren aktiven Geräuschunterdrückungssystems jetzt leiser seien.

Tesla Model X mit mehrfarbiger LED-Ambientebeleuchtung

Der Innenraum des Tesla Model X und Model S Facelift verfügt nun über eine mehrfarbige LED-Ambientebeleuchtung. Fahrer profitieren zudem von einer Frontstoßfängerkamera mit integrierter Scheibenwaschanlage für bessere Sicht beim Einparken. Außerdem gibt es neue Felgendesigns und die neue Lackierung „Frostblau“. Diese Funktionen wirken eher wie kleine Verbesserungen der Lebensqualität als wie eine umfassende Erneuerung, insbesondere da ihnen die fortschrittliche Technologie wie Steer-by-Wire oder die 800-Volt-Architektur des neueren Cybertruck fehlt.

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Das einst serienmäßige, abgeflachte Yoke-Lenkrad gehört nicht mehr zur Standardausstattung des Tesla Model X und Model S. Es ist nun als 1.000-Dollar-Option erhältlich und nur noch in der Top-Ausstattung Plaid erhältlich. Diese Entscheidung scheint ein stilles Eingeständnis zu sein, dass das futuristische Design nicht überall auf Anklang stieß. Da die Verkäufe des Model S und des Model X so stark zurückgehen, dass Tesla sie in seinen Verkaufsberichten in der Kategorie „Andere Modelle“ einordnet, trägt dieses verhaltene Update kaum dazu bei, das Interesse an den Fahrzeugen, die die Marke einst als Marktführer im Bereich Elektrofahrzeuge etablierten, wieder zu wecken.

Quelle

Fahrzeug:

Simon Tesch
Zum Profil Simon Tesch

Kontakt | Ressort: Elektroautos | Auto: Tesla Model 3

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