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Ford GT: Rennwagen für die Straße

Endlich ist es soweit: Der neue Ford GT kommt. Als Rennversion rast der legendäre Supersportwagen bereits seit längerem über die Kurse der Welt. Die Straßenversion dient nun in erster Linie als technologische Testplattform für zukünftige Fahrzeug-Generationen. Denn ein Verkaufsschlager wird der Ford GT wohl nicht werden, wenn man auf die Preisliste schaut.
Ford GT

Endlich ist es soweit: Der neue Ford GT kommt. Als Rennversion rast der legendäre Supersportwagen bereits seit längerem über die Kurse der Welt. Die Straßenversion dient nun in erster Linie als technologische Testplattform für zukünftige Fahrzeug-Generationen. Denn ein Verkaufsschlager wird der Ford GT wohl nicht werden, wenn man auf die Preisliste schaut.

Denn der Grundpreis liegt bei stolzen 550.000 Euro. „Als wir im Jahr 2013 mit der Arbeit am neuen Ford GT begannen, hatte das Team drei Zielsetzungen“, so Raj Nair, Executive Vice President, Product Development und Chief Technical Officer der Ford Motor Company. „Oberstes Ziel war die Entwicklung von zukunftsweisender Motorentechnologie und Aerodynamik. Zweitens sollte der Einsatz von Leichtbaumaterialen wie Kohlefaser auf ein neues Niveau gehoben werden. Schließlich begannen wir, die Belastbarkeit und die Effizienz zu erhöhen. Diese Bemühungen haben unter anderem zum Sieg des Ford GT-Rennfahrzeugs bei den 24 Stunden von Le Mans geführt.“.

Fotos vom Ford GT 2017:

Gleichzeitig wurdenj für das Projekt GT eine neue Abteilung innerhalb Fords gegründet: Ford Performance. Diese besteht aus Mitarbeitern von Ford SVT, Team RS, Ford Racing, Performance-Fahrzeugteile und der Abteilung für Merchandise-Lizenzierung. „Ohne diese Art von Teamarbeit und Organisation wäre der neue Ford GT in seiner aktuellen Form gar nicht denkbar gewesen“, so Dave Pericak, Global Director, Ford Performance. „Unsere Zusammenarbeit war entscheidend, damit wir den Ford GT zum Leben erwecken und Grundlagen für technologische Innovationen entwickeln konnten.“.

Aerodynamik

Eine der wesentlichen technologischen Säulen des GT ist die Aerodynamik. Wie üblich versuchen Entwickler dabei, den Luftwiderstand zu reduzieren und gleichzeitig den Abtrieb für maximale Bodenhaftung zu optimieren. Heraus kam eine aktive Aerodynamik mit beweglichen Fahrzeugteilen, die sich der jeweiligen Fahrsituation anpassen. So kann der Heckflügel sowohl flach stehen, um bei wenig Abtrieb Höchstgeschwindigkeit zu fahren, schräg für viel Abtrieb in schnellen Kurven als auch komplett steil, um beim starken Bremsen mitzuhelfen. Das Design hat Ford zum Patent angemeldet. Auch der kompakte V6-Motor hat seinen Einfluss. Der Mittelteil des GT konnte schmaler gebaut werden, die niedrige Platzierung der Turboladers und die Lage der Ladeluftkühler vor den Hinterrädern erlaubten eine strömungsgünstigere Form. Laut Ford bietet die Aerodynamik des GT in allen Fahrsituationen den bestmöglichen Grip.

Gewichtsreduktion gehörte ebenfalls zu den zentralen Themen. Modernste Verbundwerkstoffe und Kohlefaserelemente werden sowohl vorne als auch hinten von Aluminium-Hilfsrahmen geführt. Am Ende kam ein Leistungsgewicht heraus, das zu den besten seiner Klasse gehören soll. Das Vertrauen in Carbon ist so hoch, dass auch die Fahrgast-Sicherheitszelle daraus gebaut wurde.

Der stärkste EcoBoost-Motor von Ford

Den Antrieb übernimmt der 3,5 Liter-Sechszylinder-Biturbo, der bereits aus anderen Konzernmodellen wie dem Ford Raptor bekannt ist. Die Motoren teilen sich etwa 60% der Bauteile, dementsprechend fällt die Leistung des Raptor von 450 PS deutlich zahmer aus. Die Version im Ford GT ist die leistungsstärkste Ausbaustufe und liefert in der Version mit Strassenzulassung 441 kW / 600 PS und 746 Nm Drehmoment.
Unter Rennbedingungen wurden die Kurbelwellen des Testmotors extrem stark belastet. Kurz vor dem Langstreckenrennen in Sebring Anfang des Jahres traf das Entwicklungsteam daher die Entscheidung, die Rennkurbelwelle des Ford GT-Daytona-Prototyps durch die Kurbelwelle des Raptor aus der Vorproduktionsserie zu ersetzen. Dermaßen verstärkt gewann der Daytona-Prototyp in Sebring direkt sein erstes Rennen.

„Bei der Entwicklung dieses Motors haben wir die Grenzen herkömmlicher Entwicklungs-Programme verschoben. Dies war wichtig, weil wir die EcoBoost-Technologie als Herzstück des globalen Sortiments von Ford weiter vorantreiben wollten.“, erklärt Bob Fascetti, Ford Vice President, Powertrain Engineering. Traditionell verbaut der Amerikaner gern hubraumstarke Motoren, die auch aus dem Drehzahlkeller sofort eine Menge Drehmoment bereitstellen. Um dem deutlich kleineren V6 Manieren beizubringen, wurde daher ein Anti-Lag-System zur Turbo-Voraktivierung entwickelt: Im Sportmodus des Ford GT stehen die Wastegates länger zu und leiten die Abgase wieder vor die Turbolader. Dadurch bleibt mehr Ladedruck im System, die Turbos halten eine höhere Drehzahl und der GT reagiert deutlich verzögerungsärmer auf Gasbefehle. Dazu kommt eine duale Direkteinspritzung und ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Der Aufwand hat sich gelohnt: Bei aktiver Launch Control geht der Ford GT in gerade mal 2,8 Sekunden von Null auf Hundert km/h.

„Alle Gewichtseinsparungen und Motorenmodifikationen dienten einem einzigen Zweck, der Schaffung des schnellsten und effizientesten Ford GT aller Zeiten“, führt Pericak aus. „Als diese Ziele erreicht waren, investierten wir in innovative Technologien, die das Auto noch schneller machten und den Fahrspass steigerten.“. Dazu gehört vor allem das hydraulische Fahrwerk des Ford GT, dessen Bodenfreiheit sich per Knopfdruck ändert lässt. Das geschieht automatisch bei der Wahl der Von „Normal“ für alltägliches Fahren, „Nässe“ für schlechtes Wetter und „Sport“ für maximalen Fahrspass bis hin zu „Track“ für den ultimativen Rennsport sowie „V-Max“ für das Fahren mit Höchstgeschwindigkeit stehen fünf Fahrprogramme zu Auswahl. Neben der Bodenfreiheit, die von 120 mm im normalen Fahrbetrieb auf 70 Millimeter bei sportlicher Fahrweise abgesenkt werden kann, wird auch die Dämpferkennlinie und die Getriebe-Kalibrierung angepasst. Im Track-Modus hebt sich zudem der Heckspoiler und schließt die vorderen Luftkanäle für maximalen Abtrieb. Naheliegenderweise funktioniert das Fahrwerk auch als Liftsystems: Bei Geschwindigkeiten unter 40 km/h kann die Front angehoben werden.

Fotos: Ford

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