BYD Yangwang U9 ist da: 1.287 PS für 215.000 €

Der BYD Yangwang U9 will mit 1.287 PS die Welt der Supersportwagen aufmischen. Doch unter der Haube ist nicht alles vom feinsten.
BYD Yangwang U9

Es scheint, als ob jede Woche ein neues, atemberaubend schnelles Elektroauto angekündigt wird. Diese Woche im Angebot: Der chinesische BYD Yangwang U9, eins der leistungsstärksten Elektroautos auf dem Markt zu einem Preis von 1.680.000 RMB (215.050 €/236.000 $). Als einer der ersten Elektro-Supersportwagen Chinas schafft der U9 den Sprint von 0 auf 100 km/h in nur 2,36 Sekunden. Dafür sorgen vier Elektromotoren, die zusammen 1.287 PS leisten. Der Vortrieb des 2.475 kg schweren Coupés endet erst bei einer Höchstgeschwindigkeit von 309 km/h. Das ist zwar schnell, allerdings schaffen das Tesla Model S Plaid oder der Lucid Air Sapphire trotz weniger Leistung einen höheren Topspeed.

Die Antwort verbirgt sich unter dem BYD Yangwang U9. Im Gegensatz zu den meisten Supersportwagen, die eine ausgefallene und teure Akkutechnologie verwenden, setzt der U9 auf BYDs erschwinglicheren Lithium-Eisenphosphat-Akku „Blade“. Mit einer Kapazität von nur 80 kWh ist die Reichweite nicht gerade bahnbrechend. BYD gibt etwa 467 km an, wahrscheinlich nach dem optimistischeren chinesischen CLTC-Zyklus. Der Nachteil des LFP-Akkus ist sein Gewicht von 633 kg, was etwa 150 kg schwerer ist als die Zelle im Model S Plaid. Insgesamt ist der U9 fast 227 kg schwerer als der Tesla und etwa 68 kg schwerer als der Lucid Air Sapphire.

Der BYD Yangwang U9 verfügt auch über einige ungewöhnliche Partytricks. Er kann wie ein Hummer EV im Krebsgang gehen, auf der Stelle Panzerwenden vollführen und irgendwie sogar auf nur drei Rädern fahren. Und das alles dank BYDs ausgefallenem höhenverstellbaren Aufhängungssystem. Das ist zwar unterhaltsam, in der Praxis eines Supersportwagens aber wahrscheinlich weitgehend überflüssig. Trotz des ganzen Schnickschnacks ist das Interieur des U9 ein wenig enttäuschend. Drei veraltet aussehende Displays und ein massives Lenkrad schreien nicht gerade nach modernem Supersportwagen. Wenigstens ist er angeblich vollgepackt mit Technik, die das autonome Einparken und ein intelligentes Cockpit-System mit einem Chipsatz anpreist.

BYD möchte die Marke Yangwang als Luxusmarke positionieren, aber sie haben ernsthafte Konkurrenz. Der Yangwang U9 muss die Käufer von etablierten Anbietern wie Ferrari und Lamborghini in dieser Preisklasse abwerben. Auch andere chinesische Startups wie der Lotus Emira und der GAC Aion Hyper SSR stellen eine Herausforderung dar. Es besteht kein Zweifel daran, dass Yangwang noch einen langen Weg vor sich hat.

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1 Comment
  1. Das größte Problem chinesischer Autos sind ihre Namen. Abgesehen von der Cybersicherheit!

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