Lamborghini Huracan Performante vs. Lamborghini Aventador LP 700-4

Dass sie in Sant'Agata Bolognese nicht nur Nudelsoße machen, sondern auch richtig gute Autos bauen, war nicht immer so. Früher waren Lamborghinis vor allem laut, optisch brutal und auf der Straße lebensgefährlich. Heute fährt man auf der Straße sicher und auf der Rennstrecke von Rekord zu Rekord. Zum Beispiel mit dem Lamborghini Aventador und dem Huracan Performante.
Lamborghini Huracan Performante

Dass sie in Sant’Agata Bolognese nicht nur Nudelsoße machen, sondern auch richtig gute Autos bauen, war nicht immer so. Früher waren Lamborghinis vor allem laut, optisch brutal und auf der Straße lebensgefährlich. Heute fährt man auf der Straße sicher und auf der Rennstrecke von Rekord zu Rekord. Zum Beispiel mit dem Lamborghini Aventador und dem Huracan Performante.

Der Lamborghini Huracan ist das Einstiegsmodell bei Lamborghini. Neben einer heckangetriebenen Version für den passionierten Drifter steht auch eine etwas leichtere, mehr auf die Rennstrecke fokussierte Variante, der Huracan Performante zur Verfügung. Wie bei den anderen Performantes sitzt ein 5,2 Liter großer V10-Direkteinspritzer in der Mitte, der auch in den Schwestermodellen wie dem Audi R8 V10 performance seine Nockenwellen dreht. Der Aventador hingegen gibt sich als Topmodell mit nichts weniger als einem 6,5 Liter großen V12 zufrieden. Nominell das stärkere Auto, hat der Aventador mit 1.575 kg jedoch einiges mehr an Gewicht mitzuschleppen im Vergleich zu den 1.382 kg des Performante. Welcher Stier galoppiert zuerst durchs Ziel?

1. Leistung und Drehmoment: Lamborghini Aventador LP 700-4

Der Aventador holt 515 kW / 700 PS und 690 Nm Drehmoment aus seinem Mittelmotor. Der Performante hat das modernere Aggregat, kann da mit 470 kW / 640 PS und 600 Nm aber nicht ganz mithalten. Ein knapper Sieg für den Aventador.

Fotos vom Lamborghini Huracan Performante:
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2. Beschleunigung: Lamborghini Aventador LP 700-4

Beide Autos sind mit Allradantrieb ausgestattet und haben vom Start weg perfekte Traktion. Der Lamborghini Huracan Performante braucht 2,9 Sekunden bis 100 km/h und 8,9 Sekunden auf 200 km/h. 300 km/h erreicht der Performante nach 28,5 Sekunden. Der Aventador geht ebenfalls nach 2,9 Sekunden auf Hundert. Bis 200 km/h kann er sich mit 8,6 Sekunden nur minimal absetzen. Erst beim Sprint auf 300 km/h wird es etwas deutlicher: 24,0 Sekunden für den Aventador, viereinhalb Sekunden schneller als der Huracan.

3. Höchstgeschwindigkeit: Lamborghini Aventador LP 700-4

Auch beim Topspeed macht der V12 das Rennen: 350 km/h stehen auf der Uhr, wenn der Aventador elektronisch abgeregelt wird. Dem V10 im Huracan geht bei 325 km/h die Luft aus. Punkt für den Aventador.

4. Nürburgring Nordschleife: Lamborghini Huracan Performante

Doch schiere Leistung ist bekanntlich nicht alles. Das wahre Potential eines Sportwagens zeigt sich auf der Rennstrecke. Am besten ein Track, der den Autos alles abverlangt, wie die Nordschleife vom Nürburgring. Der Lamborghini Huracan Performante ging 2016 in 6:52:01 Minuten durch die grüne Hölle. Der deutlich ältere Aventador wurde bereits 2012 auf dem Ring getestet und brauchte damals 7:25:00 Minuten. Mit moderneren Reifen wäre heutzutage sicherlich mehr möglich, die Zeit vom Performante ist jedoch eine kleine Ewigkeit entfernt.

Fotos vom Lamborghini Aventador LP 700-4:
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5. Preis: Lamborghini Huracan Performante

Der Lamborghini Aventador war 2011 nicht nur der stärkste, sondern auch der teuerste Stier aus Sant’Agata Bolognese: 357.000 Euro musste man ausgeben, um den Zwölfzylinder sein Eigen nennen zu können. Der Performante ist als teuerste Version des Huracan auch kein Schnäppchen, beim Preis von 232.098 Euro ist jedoch sogar noch für das erste Jahr Benzingeld übrig.

SIEGER: 3 : 2 Lamborghini Aventador LP 700-4

Der Lamborghini Aventador holt einen knappen Punktsieg. Lediglich auf der Rennstrecke sieht er vom Huracan nicht mal mehr die Rücklichter, soweit ist der Performante weg. Alles andere kann er besser, dank zwei Zylindern und 1,3 Litern Hubraum mehr. Ob das den Mehrpreis von über 130.000 Euro rechtfertigt, ist in dieser Kategorie wahrscheinlich eh nicht entscheidend. Wer auf das Gefühl und den Sound des Zwölfzylinders steht, kommt am Aventator nicht vorbei. Wer jedes Wochenende auf der Rennstrecke unterwegs ist, könnte mit dem Huracan mehr Freude haben.

Fotos: Lamborghini

6 Comments
  1. Der Aventador, das alte Schlachtschiff. Dagegen sieht ein A6C7 aus wie ein Kleinwagen.

  2. Der Sound von dem Peformante, einfach Hammer. Wie ein Rennwagen. Wüsste nicht, warum man da noch nen Aventador brauchen sollte.

  3. Aventador kommt nix mit. Der V12, einfach göttlich

  4. Flunderparty

  5. Am Ende ist so ne Rennstreckenzeit viel aussagekräftiger. Und die spricht für den Huracan, eindeutiger gehts nicht

  6. Auch wenn der Aventador jetzt nicht mehr Hergestellt wird, die last Edition hatte Allradlenkung und 780 PS kein Vergleich zum Vorgänger, vor allem Fahrwerkstechnisch!

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