McLaren P1 XP1 LM fährt Rekordrunde auf der Nürburgring Nordschleife

Vom offiziellen McLaren P1 ist leider nie eine exakte Zeit bestätigt worden, doch nun hat der britische Sportwagen-Tuner Lanzante das Ruder übernommen. Elf Monate Entwicklung liegen hinter der britischen Firma, in denen der P1 nochmals ordentlich nachgeschärft wurde. Wie gut das funktioniert hat, zeigte sich nun bei einem offiziellen Test auf der Nordschleife vom Nürburgring.
Im Juni 2016 wurde der P1 LM beim Goodwood Festival of Speed vorgestellt, wo er als schnellstes Straßenauto den Goodwood Hill bewältigte. In den letzten elf Monaten, als die fünf Autos der Rennversion P1 LM gebaut wurden, nahm sich Lazante eines identischen Prototyps an, um daraus eine straßenzugelassene Version zu bauen: Den XP1 LM. Und der XP1 LM hielt, was sich die Ingenieure versprochen hatte: Die Nürburgring Nordschleife umrundete der McLaren in 6:43:22 Min und gehört damit zu den schnellsten jemals gemessenen Fahrzeugen. Nach dem Test wurden die Nummerschilder wieder drangeschraubt und es ging auf eigener Achse direkt vom Nürburgring zurück nach Großbritannien.
Das Projekt ist die neueste Zusammenarbeit zwischen Lanzante und Kenny Bräck. Bräck ist bekannt für seinen Indianapolis 500-Sieg 1999, den Titel des Indy Racing Champion 1998 und eine Goldmedaille beim Rallye-X 2009 während der X-Games. Lanzante erreichte zum ersten Mal weltweite Aufmerksamkeit mit dem Mclaren F1 GTR, der 1995 die 24 Stunden von Le Mans gewann.
Das Projekt wurde auch von McLaren und Pirelli begleitet, die für den P1 LM spezielle Pirelli Trofeo-Reifen mit Straßenzulassung entwickelten. Das Straßenauto P1 LM ist als schnellste, seltenste und letzte der P1-Varianten gedacht. Alle fünf P1 LM werden verkauft und in den USA, Japan, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Großbritannien eingesetzt – oder eher in Garagen verschwinden.
Foto: McLaren