Honda Civic Type R: Schnellster Fronttriebler auf der Nordschleife

Der neue Civic Type R hat auf der Nordschleife des Nürburgrings einen neuen Rundenrekord für Fronttriebler aufgestellt. Am 3. April 2017 absolvierte das Testfahrzeug die weltberühmte Strecke in 7 Minuten und 43,8 Sekunden. Die Rundenzeit wurde in der Endphase des Modell-Testprogramms gefahren. Auf trockener Strecke und bei optimaler Umgebungstemperatur konnte die Rundenzeit um fast sieben Sekunden gegenüber dem Vorgänger-Modell verbessert werden.
Mehrere Faktoren trugen zur Bestzeit des neuen Civic Type R auf der Nordschleife bei. Allen voran natürlich der leicht kräftiger gewordene 2,0 VTEC Turbo-Motor mit 320 PS und 400 Nm Drehmoment. Das Sechsgang-Schaltgetriebe wurde ebenfalls überarbeitet, genauso wie das Aerodynamikpaket. Der hochfeste Karosserierahmen des neuen Civic Type R ist um 16 kg leichter geworden im Vergleich zum Vorgänger. Die Torsionssteifigkeit erhöhte sich um 38%, was sich laut Honda wesentlich auf die Lenkreaktion und Kurvenstabilität auswirkt. Die neue Mehrlenker-Hinterachse erhöht die Stabilität beim Bremsen und reduziert Rollbewegungen des Fahrzeugs, was ein späteres Einbremsen in Kurven und somit höhere Kurvengeschwindigkeiten auf der Rennstrecke ermöglicht.
Fotos vom Honda Civic Type R:
[rl_gallery id=“3836″]
Ryuichi Kijima, leitender Fahrwerkskonstrukteur des Honda Civic Type R: „Die beim neuen Type R erzielte Kurvengeschwindigkeit ist höher, da das Fahrzeug eine breitere Spur, breitere Reifen, einen verlängerten Radstand, neue Mehrlenker-Hinterachsen und eine optimierte Aerodynamik aufweist, was die Stabilität verbessert“, so Kijima-san. „Typischerweise fahren Rennfahrer mit 150 km/h in die Kurve hinter Metzgesfeld ein. Selbst bei dieser mittelschnellen Kurve ist die Geschwindigkeit des neuen Type R dank besserer Stabilität um ca. 10 km/h höher. Dank des optimierten Kurvenverhaltens können wir die Geschwindigkeit in der gesamten Runde erhöhen und so dem neuen Type R zu einer wesentlich schnelleren Rundenzeit verhelfen.“.
Das Rekordfahrzeug ist technisch identisch zur Serienproduktion. Aus Sicherheitsgründen wurde ein Überrollkäfig eingebaut, ohne aber dem Karosserierahmen zusätzliche Steifigkeit zu verleihen. Das zusätzliche Gewicht des Überrollkäfigs wurde durch die Entfernung des Infotainmentsystems und der Rücksitze kompensiert. Das Fahrzeug war mit straßenzugelassenen Reifen für den Rennstreckeneinsatz ausgestattet.
Fotos: Honda