Porsche Taycan im Walter Röhrl-Test

Was tut man, wenn man bei Porsche arbeitet und richtig zufrieden ist mit dem, woran man seit Monaten hart gearbeitet hat? Klare Sache, man holt sich Walter Röhrl, setzt ihn in das neue Kfz und guckt, was er vom Fahrzeug hält. Und da es sich nicht um irgendein Fahrzeug sondern um den neuen Porsche Taycan handelt, kann das Urteil nicht ganz schlecht ausfallen.
Video: Porsche
Dabei ist es nicht mal Röhrl erste Runde im Taycan, war er mit Porsches neuen Elektro-Kfz doch schon vor einigen Monaten während der Entwicklung unterwegs. Und auch der Meister ist gespannt, wie sich der Taycan entwickelt hat: „Es ist eine aufregende Zeit, der Fortschritt hat ein wahnsinniges Tempo. Ich bin gespannt, was sich im Vergleich zum letzten Mal getan hat.“
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Fotos: Porsche
Schon nach wenigen Metern ist der Taycan außer Sicht verschwunden und es wird klar, dass sich einiges getan hat. Die Performance angesichts der Kombination Porsche-Knowhow und Elektro-Drehmoment machen den Sportwagen zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten in jedem Beschleunigungsrennen, egal, welches in Deutschland grad zugelassene Fahrzeug ihn herausfordert.
Wie ist der erste Eindruck?
WR: Es ist ein Wahnsinn, so eine Performance hatte ich in all meinen Rallyejahren nicht. Der Taycan geht so gut vorwärts, es ist wirklich toll.
Wie fühlt sich der Porsche Taycan an?
WR: Ich bin überrascht, das hohe Gewicht merkt man ihm kaum mehr an. Die Ingenieure haben da eine tolle Abstimmung gefunden und den tiefen Schwerpunkt bestmöglich genutzt. Beim Einlenken und selbst auf der Bremse fühlt er sich wunderbar an.
Wo finden Sie die Porsche-DNA wieder?
WR: Wenn ich mit verbundenen Augen fahren müsste, dann wüsste ich trotzdem sofort, dass ich in einem Porsche sitze. Die Gewichtung und das Gefühl der Lenkung, ja selbst die Bremse, die ja durch die Kombination von Rekuperation und herkömmlicher Bremse viel schwieriger abzustimmen ist, ist auf den Punkt. So wie man es bei einem Porsche kennt.
Was beeindruckt sie am meisten am Taycan?
WR: Wie wenig ich tatsächlich das Motorengeräusch vermisse. Ich hätte nie gedacht, dass das Fehlen jedes Antriebsgeräusches überhaupt keinen Verlust bedeutet. Im Gegenteil, die Ruhe hier im Taycan ist wirklich sehr angenehm und auf seine ganz eigene Art ein Erlebnis.
Worin unterscheidet sich der Taycan vom konventionellen Fahrerlebnis am meisten?
WR: Bei der Performance, wirklich. Selbst in meinen wildesten Rallye-Autos hatte ich keine derartige Leistung zur Verfügung. Und diese unmittelbare Verfügbarkeit, diese spontane Reaktion, das macht jedes Mal wieder große Freude.
Wo sieht ein Walter Röhrl weiteren Raum für Entwicklungen auf dem Weg zur Serie?
WR: Am Auto selbst wenig, da sind sie schon auf einem wirklich großartigen Niveau unterwegs. Nach meinem Dafürhalten dürfte man aber bei der Infrastruktur noch ein bisschen Gas geben – denn ich werde ja schon verrückt, wenn an der Zapfsäule jemanden vor mir steht und ich warten muss.
Dass ein Röhrl nicht unbedingt sprit- oder in diesem Fall stromsparend unterwegs ist, liegt auf der Hand. Umso besser, dass die 800 Volt-Architektur des neuen Taycan ihm hier mit bis zu 350kW-Ladeleistung sehr entgegenkommt. So lassen sich in 4 Minuten bis zu 100 km Reichweite nachladen – so kommt man mit etwas Glück zumindest bis zur nächsten Ladesäule.
Vom Style her Hammer, aber Elektro is nich so meins
Bei den Leistungen wär mir das auch egal. Und der E-Motor macht ja auch ein Sound, aber halt anders
Kann mir mal einer erklären warum die Mühle Endrohre hat??
Weil die Heckschürze eh noch im Motorsport-Regal rumlag 😀