Ford Mustang GTD 2025 knackt 7 Minuten-Marke auf der Nürburgring-Nordschleife

Wenn es um den Ruhm eines Hochleistungsautos auf der Rennstrecke geht, ist der Nürburgring der ultimative Maßstab. Natürlich hat Ford den ultimativen Mustang dorthin gebracht, um auf heimischem Boden gegen die Besten Europas anzutreten. Das Ergebnis? Der Ford Mustang GTD 2025 war das erste in Amerika hergestellte Serienauto, das den Ring in weniger als sieben Minuten umrundete, mit einer offiziellen Zeit von 6:57.685.
Die Nürburgring-Nordschleife besteht aus 20,87 Kilometern schmaler, kurvenreicher, unebener Straßen, die sie wohl zur schwierigsten Rennstrecke der Welt machen. Das hat ihr den Spitznamen „Grüne Hölle“ eingebracht. Neben der einschüchternden Länge der Strecke ist das Wetter in der Region unvorhersehbar. Während es in einem Abschnitt der Strecke sonnig sein kann, kann es in einem anderen regnen.




Im August hätten die nassen Bedingungen Fords Versuch, eine Runde zu fahren, die der Rede wert wäre, beinahe verdorben. Doch rechtzeitig klärte sich die Lage auf, sodass Werksfahrer Dirk Müller das Gaspedal des Ford Mustang GTD fest in die Bodenplatte drücken konnte. Das alles ist in dem 14-minütigen Video oben mit dem Titel „Road to the Ring“ dokumentiert. Den GTD-Schriftzug kennt man hierzulande eigentlich eher von der Heckklappe von Opas Turbo-Diesel. Damit hat der schnellste Mustang nichts zu tun – den Antrieb übernimmt ein 5,2 Liter-V8 mit Kompressor-Aufladung.
Müller sagte, dass er und das Team trotz des Wetterdramas an diesem Tag drei Läufe im Ford Mustang GTD absolvieren konnten. Er durchbrach die Sieben-Minuten-Marke gleich in der ersten Runde, was ihm persönlich aber auch dem ganzen Team viel Druck nahm. Obwohl er noch zwei weitere Runden fuhr, war 6:57.685 Minuten die schnellste der Gruppe. Müller weiß jedoch, dass er noch mehr im Tank hat.
„Wir wussten, dass die Strecke nicht dafür geeignet war, weil sie ziemlich trocken war und es ein extrem heißer Tag war“. „Nicht alles war ideal. Das hat uns glauben lassen, dass wir definitiv schneller fahren können.“
Dirk Müller, Ford-Werksfahrer
Derzeit ist die Zeit des 815 PS starken Ford Mustang GTD laut den offiziellen Aufzeichnungen des Nürburgrings die fünftschnellste unter den Seriensportwagen. Er liegt zwischen dem Porsche 911 GT3 der Generation 992.1 (6:59,93) und dem GT3 mit dem Manthey Performance Kit (6:55,737). Mit seinem exklusiven Charakter und einem Listenpreis von rund 325.000 US-Dollar hat der GTD noch höhere Ansprüche als der normale GT3, sodass er noch einiges aufzuholen hat. Der Porsche 911 GT3 RS – der fast 300 PS weniger als der GTD hat – und der Mercedes-AMG GT Black Series haben Zeiten von 6:49,328 bzw. 6:48,047 erreicht. Der Porsche 911 GT2 RS 991 mit dem Manthey Performance-Kit liegt mit 6:43.300 noch weiter vorne.
Greg Goodall, der Chefprogrammingenieur des Ford Mustang GTD, ist seit 22 Jahren bei Ford und hat an jedem Mustang seit der vierten Generation gearbeitet. In den letzten zwei Jahren haben er und der Rest des kleinen Teams unermüdlich daran gearbeitet, den Mustang GT3-Rennwagen in einen straßentauglichen Supersportwagen zu verwandeln. Das Hauptziel bestand vom ersten Tag an darin, den Ford Mustang GTD in weniger als sieben Minuten um die Nordschleife zu jagen. Obwohl das Team diese Mission erfüllt hat, ist die Arbeit noch lange nicht getan.
„Ich werde nicht darüber spekulieren, wie viel schneller wir sein können, denn am Ende ist es egal, was ich sage. Was zählt, ist, was man auf die Strecke bringt“, sagte er. „Wir wollen mehr. Wir sind noch nicht bereit, die Koffer zu packen.“