Porsche Carrera GT schlägt seine alte Nürburgring-Rundenzeit

Es ist erstaunlich, was ein neuer Satz Reifen für einen Oldtimer tun kann. Denn genau das ist der Porsche Carrera GT mittlerweile, auch wenn er einem nicht so vorkommt. Der legendäre Supersportwagen mit V10-Saugmotor ist jetzt 20 Jahre alt. Es gibt Länder auf der Welt, wo man mit diesem Alter bereits ein historisches Kennzeichen bekommt. Der letzte Carrera GT lief Mitte der 2000er Jahre vom Band. Trotzdem unterstützt Porsche seine Besitzer weiterhin, bietet Ersatzteile an, führt Rückrufaktionen durch und montierte erst im Oktober diesen Jahres kostenlos brandneue Michelin Pilot Sport Cup 2-Reifen auf alle Carrera GTs.
Die Zuffenhausener behaupten, dass der Porsche Carrera GT mit den neuen Reifen, die speziell für diesen Einsatzzweck entwickelt wurden, besser als im Neuzustand funktioniert. Konkret verspricht das Unternehmen kürzere Bremswege, ein reaktionsschnelleres Handling und, das Beste von allem, schnellere Rundenzeiten. Sport Auto hatte nun dank Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister die Gelegenheit, die Behauptungen zu testen. Ein leuchtend gelber CGT rollte auf den neuen Reifen zur Nürburgring-Nordschleife, streckenseitig unterstützt von Porsche-Haustuner Manthey Racing.




Mit Bergmeister am Steuer schaffte der Porsche Carrera GT eine Rundenzeit von 7 Minuten und 12 Sekunden. Das ist 16 Sekunden schneller als die bisher schnellste Zeit des Carrera GT, die Rallyelegende Walter Röhrl 2004 mit den originalen Pirelli P Zero-Werksreifen erreichte.
Die neue Zeit des Porsche Carrera GT ist auch schneller als die einer Handvoll moderner Autos, wie dem Porsche 911 GT3 991, dem BMW M4 CSL und dem Lexus LFA mit dem Nürburgring-Paket. Ein Beweis dafür, was moderne Reifentechnologie mittlerweile für einen Unterschied macht.